Ob Schlaganfall, Multiple Sklerose oder Muskelschwund – mehr als 80 Prozent aller Behinderungen lassen sich auf eine Krankheit zurückführen. Zu den häufigsten Ursachen zählen Erkrankungen der inneren Organe.


Krankheiten und Unfälle können bei jedem Menschen zu einer Behinderung führen. Nach Angaben des Bundesamtes für Statistik leben rund 6,8 Millionen schwerbehinderte Menschen in Deutschland. Das heißt, jedem zwölften Bundesbürger haben die Versorgungsämter einen Grad der Behinderung von 50 Prozent und mehr zuerkannt. In den weitaus meisten Fällen (83 Prozent) lässt sich die Behinderung dabei auf eine Krankheit zurückführen. Knapp fünf Prozent der Behinderungen sind angeboren, gut zwei Prozent wurden durch einen Unfall verursacht.
Eine Erkrankung der inneren Organe zählt zu den häufigsten Ursachen einer Behinderung. Das Statistische Bundesamt vermerkte im Jahr 2005 allein mehr als 600.000 Herz- und Kreislaufkranke (zehn Prozent). Bei rund 14 Prozent der schwerbehinderten Menschen liegen Erkrankungen der Gliedmaßen, insbesondere der Beine, vor. Weitere 13 Prozent der Behinderungen sind durch Beeinträchtigungen von Wirbelsäule und Rumpf entstanden. Die Alterspyramide gestaltet sich folgendermaßen: Mehr als die Hälfte aller Schwerbehinderten sind 65 Jahre oder älter. Weitere 21 Prozent gehören zur Altersgruppe zwischen 55 und 65 Jahren. Der Anteil von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren fällt mit 2,4 Prozent gering aus.
Viele Behinderungen lassen sich noch immer nicht vollständig heilen, jedoch stark in ihren Auswirkungen mildern. Mit einer umfassenden Rehabilitation und mithilfe von Medikamenten können viele Betroffene Folgeschäden vorbeugen. Medizintechnische Entwicklungen und moderne orthopädische Hilfsmittel helfen dabei, ein Höchstmaß an Mobilität und Selbstständigkeit im Alltag und in der Freizeit zu erreichen. Ziel ist es, Menschen mit Behinderung ein barrierefreies und aktives Leben zu ermöglichen.

Hinweis:
Bitte beachten Sie, dass die Inhalte unseres Glossars lediglich allgemeine Informationen zu Gesundheitsthemen sind und keinen Arztbesuch ersetzen. Bei individuellen Fragen wenden Sie sich daher bitte an Ihren Arzt.
