Partnerschaft ist jetzt bis 2012 verlängert.




Noch während die 13. Paralympics in Peking in ausverkauften Arenen laufen, haben das International Paralympic Committee (IPC) und das Medizintechnik-Unternehmen Otto Bock HealthCare ihre bisherige Zusammenarbeit bis 2012 verlängert. Der Vertrag umfasst damit einen Zeitraum, der die Paralympics 2010 in Vancouver und 2012 in London einschließt.
In Anwesenheit vieler Mitglieder und Freunde der paralympischen Familie unterzeichneten IPC-Präsident Sir Philip Craven und der Geschäftsführende Gesellschafter der Firmengruppe Otto Bock, Professor Hans Georg Näder, den Kooperationsvertrag in der IPCLounge in Peking. Auf dieser Grundlage kann die erfolgreiche Zusammenarbeit fortgesetzt werden, die 2005 ebenfalls mit einem in Peking geschlossenen Partnerschaftsvertrag begann, der die Zeitspanne der Spiele in Turin 2006 und Peking 2008 umfasste. Für diese Spiele schloss Otto Bock auch mit den jeweiligen Organisationskomitees einen Kooperationsvertrag.
Otto Bock ist in Peking derzeit für den Reparatur-Service an den Rollstühlen, Prothesen und Orthesen der 4.000 Athleten aus aller Welt verantwortlich. Solchen technischen Service leistete das weltweit aktive Unternehmen erstmals 1988 in Seoul und seitdem bei allen Sommer und Winterparalympics. Der Umfang der technischen Unterstützung des paralympischen Sports ist seitdem kontinuierlich gestiegen.
„Die Spiele hier in Peking werden nicht die besten, sie sind die besten“, sagte Professor Hans Georg Näder und sprach ausdrücklich dem IPC, dem Organisationskomitee BOCOG und der chinesischen Behindertenorganisation CDPF ein großes Kompliment aus. „Wir gelten in Deutschland ja schon als gute Organisierer, aber was Sie hier auf die Beine gestellt haben, ist sogar noch besser.“ Sir Philip Craven sprach von „wunderbaren 20 Jahren, in denen Otto Bock die Paralympics bereits unterstützt.“ Er warnte davor, den Begriff Partnerschaft zu oft zu strapazieren, „was wirkliche Partnerschaft heißt, das erleben wir mit Otto Bock.“
Der Einsatz von 136 Orthopädie-Technikern aus 19 Ländern in der zentralen Otto Bock Werkstatt im Sportlerdorf sowie 13 Service- Stationen direkt an den Schauplätzen der Wettkämpfe bedeutet einen neuen Rekord. Eine Woche vor Ende der Paralympics liegt die Zahl der geleisteten Arbeitsaufträge in der Werkstatt bei 1.400 – der Reparatur- Service wird von den Athleten sehr stark in Anspruch genommen, teilweise sind die handwerklichen Anforderungen an extrem belasteten Sportgeräten sehr hoch. Zu den orthopädie-technischen Meisterleistungen gehörte 2008 aber auch die Fertigung einer ganz neuen Oberschenkelprothese für den einzigen Paralympics-Teilnehmer aus Madagaskar in weniger als 24 Stunden. Dessen altes Modell hatte einen irreparablen Schaden.
