13.05.2009 | Otto Bock feiert 40-jähriges Jubiläum

Otto Bock blickt auf eine interessante Entstehungsgeschichte und entwicklungsreiche Vergangenheit zurück. Diese dynamischen Entwicklung ist in der Vision und der Innovationskraft des Unternehmens begründet.

Von links: Diethard Schwarzmair (GF AEC), Hans Dietl (GF Otto Bock Österreich) und Gerfried Stocker (GF AEC, künstlerischer Leiter Ars Electronica)

Als Dr.-Ing. E. h. Max Näder 1969 die Filiale in Salzburg gründete, ahnte wohl niemand, dass die österreichische Niederlassung innerhalb der Firmengruppe im Bereich Forschung und Entwicklung einmal so bedeutend sein würde. Visionen und Weitblick, Innovationskraft und Neugier waren die Antriebsfedern für die Gründung und weitere dynamische Entwicklung von Otto Bock.

Die Entscheidung eine Otto Bock Niederlassung in Österreich zu schaffen war in der Neutralität des Landes und der Fachkompetenz einzelner Menschen begründet.
Die stark ausgeprägte medizinische Forschungslandschaft der Stadt Wien ist ein fruchtbarer Boden für eine interdisziplinäre Zusammenarbeit. Führende Wissenschaftler von Universitäten sowie Partnern aus dem Anwendungsbereich und der Fachhandel sind enge Partner von Otto Bock. Die Übersiedlung des ursprünglichen Firmensitzes von Salzburg nach Wien machte die Zusammenarbeit mit den Partnern noch effizienter.

DI Dr. Dietl (Geschäftsführer Otto Bock Österreich): „Unser Bestehen in Österreich, dieses Jubiläum, verdanken wir dem Weitblick und Pioniergeist von Herrn Dr. Max Näder, dem Senior unserer Eigentümerfamilie.“

Als Globalisierung für viele mittelständische Familienunternehmen noch ein Fremdwort war, hatte Otto Bock bereits den Weg der Internationalisierung des Unternehmens beschritten. Die von Dr. Max Näder gegründete Niederlassung wurde von Anfang an konsequent aufgebaut und weiterentwickelt.  Das Ergebnis: Otto Bock Österreich – High-Tech Entwicklungsstandort und Weltmarktführer.

Untertützung holte sich Herr Dr. Näder von zwei talentierten und kompetenten Mitarbeitern: „Als echte Pioniere der modernen Armprothese bezeichne ich meine ehemaligen Mitarbeiter der Otto Bock a in Entwicklungsgruppe und spätere Führungskräfte der Otto Bock Austria in der Kaiserstraße: Peter Gammer und Eduard Horvath.“
Herr Dr. Näder: „Ich bin den Herren Horvath und Gammer zutiefst dankbar für ihre damalige Entwicklungsarbeit für die myoelektrischen Armprothesen.“

Forschung und Entwicklung ist eine der  Kernkompetenzen von Otto Bock in Wien. Forschungstätigkeit bedeutet neue Wege gehen.
Der Lohn für den dafür erforderlichen Mut besteht in der Vision: Den behinderten Menschen seine Behinderung vergessen zu lassen.

Dietl: „Alle Forschungs- und Entwicklungsvorhaben bei Otto Bock sind auf dieses Ziel ausgerichtet: Lebensqualität durch maximale Mobilität!“

Menschen, die mit einer körperlichen Einschränkung leben, unterscheiden sich in ihren ästhetischen Bedürfnissen nicht von anderen Menschen.
Die ständige Weiterentwicklung des Produktdesigns ist besonders wichtig und orientiert sich an den Wünschen und Bedürfnissen der Menschen.  Die Akzeptanz der Otto Bock Produkte bei den Anwendern wird durch entsprechendes Design erhöht. Für Otto Bock ist es selbstverständlich, dass medizinische Hilfsmittel ebenso hohen Designansprüche entsprechen, wie andere Industrieprodukte auch.
Design und Stil spiegeln sich in den Details der Produkte wider und basieren auf Technologie und Funktion. Das harmonische Zusammenspiel von Form, Farbe und Material unterstreicht die Funktionalität der Produkte.

Dr. Max Näder betont die klare Zukunftsorientierung der österreichischen Otto Bock Niederlassung:

„Wir können alle glücklich sein, dass Herr Dr. Hans Dietl seit neun Jahren die Wiener Niederlassung als Geschäftsführer leitet und ein äußerst kreatives und leistungsfähiges Team führt. So wie Herr Gammer die verbindende Klammer zwischen den 60er Jahren und den mikroprozessorgesteuerten Systemen darstellt und die ersten beruflichen Schritte meines Sohnes begleitet hat, ist Herr Dr. Dietl das Bindeglied zum 21. Jahrhundert – Stichwort gedankengesteuerte Prothese. Wer die Kaiserstraße und den neuen Standort Brehmstraße besucht, hat in etwa eine Vorstellung davon, was von der Geschäftsführung und allen Verantwortlichen geleistet wurde. Zahlen über Produktvielfalt, Beschäftigte oder Umsatzentwicklung sprechen eine klare Sprache und zeigen Kontinuität und Zukunftsorientierung eines Weltmarktführer“.

Jubiläumsausflug nach Linz zu Ars Electronica Center

Der 40. Geburtstag der österreichischen Otto Bock Niederlassung ist für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein Grund zum Feiern. Aus diesem Anlass fand am 13. Mai ein Ausflug in das neu eröffnete Ars Electronica Center statt.
Warum wurde gerade das Ars Electronica Center als Reiseziel gewählt?
Ars Electronica Center und Otto Bock verbinden mehrere Gemeinsamkeiten:
-  Der Mensch steht im Mittelpunkt.
- Beide Unternehmen sind Gestalter neuer Technologien.
- Seit der Neueröffnung des Ars Electronica Center verbindet eine Kooperation die beiden Unternehmen.

Das Ars Electronica ist seit 1979 eine weltweit einmalige Plattform für digitale Kunst und Medienkultur. Abseits rein technischer und industrieller Interessenslagen verfolgt Ars Electronica die Idee der gemeinsamen Betrachtung von Kunst, Technologie und Gesellschaft.


Beim Betriebsausflug wurde die Ausstellung im Ars Electronica Center, das ein Museum der Zukunft beherbergt, besucht.
Den innovativen Charakter der Ausstellung prägen die Themen Medienkunst, neue Technologien und gesellschaftliche Entwicklungen.
Alle präsentierten Installationen haben in ihrer Vielfalt eines gemeinsam: Das Bemühen um eine neuartige, intuitive Interaktion von Mensch und Computer. Otto Bock stellte für die Ausstellung im Ars Electronica Center ein C-Leg® und eine Armprothese zur Verfügung. Durch interaktiv gestaltete Exponate verfolgt Otto Bock das erklärte Ziel das Thema Behinderung  zu enttabuisieren.
Das gelingt m Besten  durch interaktiv gestaltete Exponate. Berührungsängste werden abgebaut, Akzeptanz hingegen aufgebaut. Museumsbesucher erleben selbst wie zum Beispiel eine Armprothese mit ihrer erstaunlichen Bewegungsvielfalt funktioniert:

Dietl: „Otto Bock Armprothesen ermöglichen tausenden Menschen auf der Welt ein selbstbestimmtes Leben.“

Mehr Details zu „40 Jahre Otto Bock Österreich“ lesen Sie in der kommenden Dialogausgabe Nr. 11, die Ende Juni publiziert wird.

Familie Näder mit Peter Gammer, 1969.
Montageabteilung in der Kaiserstraße in den frühen 80er Jahren.
Dr.-Ing. E. h. Max Näder bei der Firmenfeier anläßlich der 50.000sten MyoHand, Wien 1991.
Die Skulputr in der Brehmstraße zeigt die Geschäftsfelder und alle Niederlassungen von Otto Bock weltweit. Sie wurde 2006 Dr. Max Näder gewidmet.
Den 40. Geburtstag der österreichischen Niederlassung feierten die MitarbeiterInnen mit einem Auslfug nach Linz ins Ars Electronica Center.



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