Offizielle Einweihung der Paralympics-Ausstellung Spirit in Motion.




Einen Volltreffer haben das International Paralympic Committee (IPC) und Otto Bock mit ihrer Ausstellung „Spirit in Motion – Begreifen, was uns bewegt“ in Whistler gelandet. Rund 7.000 Besucher hatten den Snow Dome bereits besucht, als er am ersten Wettkampftag der Paralympics (13. März 2010) durch IPC-Präsident Sir Philip Craven, Whistlers Bürgermeister Ken Melamed sowie Professor Hans Georg Näder und Marc Agro von Otto Bock offiziell eingeweiht wurde. Die alle Erwartungen übertreffende Publikumsresonanz ließ bereits für den darauffolgenden Sonntag den 10.000sten Besucher erwarten.
Hoch erfreut über die Begeisterung, die diese Ausstellung derzeit in Whistler erzielt, zeigte sich Gastgeber Sir Craven und dankte Professor Näder als langjährigem Förderer der Paralympics dafür, in sichtbarer Anlehnung an das Otto Bock Science Center Medizintechnik in Berlin diese Präsentation gestaltet zu haben: „Ich habe im vergangenen Jahr beim International Paralympic Day in Berlin das Science Center besucht. Es ist großartig, was Otto Bock dort auf die Beine gestellt hat. Und schon das dominierende und in Klarheit ansprechende Weiß in dieser Ausstellung hier in Whistler erinnert mich sehr daran.“
„Wir leben hier in Whistler gerade wie in einem Traum“, erklärte Ken Melamed. Er räumte ein, dass es einen Moment gedauert habe, bis klar wurde, „was wir für die Paralympics bewegen können“. Jetzt ist die letzte Skepsis offensichtlich verflogen. „Es sollte keinen Grund mehr geben, wegen einer körperlichen Einschränkung nicht zu uns nach Whistler zu kommen“, stellte er klar und wies darauf hin, dass die behindertengerechte Gestaltung des Sportlerdorfs in einem größeren Kontext zu sehen ist. Whistler will auch die Trainingsmöglichkeiten für Athleten mit Behinderung verbessern.
Melamed gratulierte IPC und Otto Bock zu dem sehr guten Start mit 7.000 Besuchern – und warnte mit freundlicher Verschmitztheit: „Bereitet euch auf noch viel mehr vor.“ Dafür spricht auch die positive Berichterstattung in kanadischen und US-amerikanischen Medien, vor allem aber die Mund-zu-Mund-Information am Rande der Wettkämpfe. Der Ehrgeiz in Whistler ist gewachsen, groß und begründet. In Anspielung auf die erfolgreichen Paralympics in Peking sagte Melamed: „Auch wir wollen die Spiele auf ein neues Niveau bringen – the best winter paralympics ever.“
Die Chance, dieses Ziel zu erreichen, schätzte Professor Hans Georg Näder als sehr gut ein. „Man konnte hier spüren, wie stark in diesem Land das Feeling für die global community ausgeprägt ist. Ein offenes Land mit vielen tollen Leuten.“ Während Sir Craven ihn als geradezu fanatischen Paralympics-Fan bezeichnete, beschrieb der Duderstädter seine Motivation aus einer tiefen Überzeugung heraus. Seine persönliche Passion zu finden und auszuleben, habe gerade in Zeiten einen hohen Stellenwert, in denen vieles andere im Argen liege. Für ihn selbst sei die paralympische Gemeinschaft ein faszinierender Raum, in dem er noch viel mehr bewegen möchte. „Wir freuen uns heute schon auf London, Sochi und Rio.“
Die Bereitschaft wurde signalisiert, auch dort in der Ausstellung „Spirit in Motion“ die Hintergründe des paralympischen Sports erlebnishaft darzustellen und gleichzeitig wieder den Werkstatt-Service zu übernehmen. Zu den Gästen der Eröffnung gehörten auch Verantwortliche der Organisationskomitees in London und Sochi, mit denen nach der Einweihung der Ausstellung weitere Gespräche folgten.
Ein weiterer Ehrengast war DOSB-Präsident Thomas Bach. Er beließ es nicht bei Rundgang und Gesprächen, sondern nahm selbst im Eishockey-Schlitten ArcticFlash Platz, um sich in der simulierten Spielsituation als Torjäger auf dem Eis zu versuchen. Diese Station ist für viele ein Highlight der Ausstellung. Aber auch das Interesse an medizintechnischen Lösungen ist groß, dem Scout Crawler zum Beispiel. Marc Agro, Geschäftsführer der Auslandsgesellschaft von Otto Bock in Kanada, kam auf Anhieb in Kontakt mit Menschen, die sich als Rollstuhlfahrer mit Beinlähmung für elektronisch kontrollierte Orthesen interessieren, um ihre Bewegungsfreiheit zu erhöhen.
