Die gedankengesteuerte Alltagsprothese

Der gedankengesteuerte Prothesenarm ermöglicht es, Bewegungen in den Gelenken so auszuführen, wie sie vor der Amputation vom natürlichen Arm ausgeführt wurden: intuitiv und simultan.

Illustration der gedankengesteuerten Alltagsprothese von Otto Bock.

Christian Kandlbauer hatte als Folge eines Starkstromunfalls beide Arme verloren. Rechts wurde er mit einem myoelektrisch gesteuerten DynamicArm® versorgt, links mit einer Technologie, die bis vor kurzem noch nach Science Fiction klang: Die weltweite erste gedankengesteuerte Armprothese mit dem DynamicArm® TMR. Allein durch die gedankliche Bewegung seines Phantomarmes konnte er somit seinen linken revolutionären Prothesenarm steuern.

Es ist gelungen, den im Labor erprobten Prototypen zu einer alltagstauglichen gedankengesteuerten Armprothese weiter zu entwickeln. Die bestehende Ausführung mit drei Gelenken bietet dem Anwender bereits ein außergewöhnlich hohes Maß an Selbständigkeit und Unabhängigkeit im Alltag. Für Kandlbauer bedeutete dies, dass er seinen Beruf in einer Kfz-Werkstätte wieder aufnehmen und unabhängig von fremder Hilfe leben konnte.

Christian Kandlbauer starb im Oktober 2010 an den Folgen eines Autounfalls auf dem Weg zur Arbeit. Die mit ihm gemeinsam erzielten Erfolge in der Forschung und Entwicklung haben eine solide Grundlage für die Fortsetzung dieses Technologie-Projekts geschaffen.

Bildergalerie

Herausfordernd: Mit der Handlungsfähigkeit wachsen Christians Aufgaben.
Entspannt: Christian macht Pause mit einem Becher Tee.
Zuverlässig: Christian kümmert sich um die Bestände im Ersatzteillager.
Gesundheitsbewusst: Christian stellt seinen Obstteller zusammen.


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