Mit dem RGO Hüftgelenksystem kann eine weitgehend physiologische Beckenrotation beim Gehen in der Orthese erreicht werden.

Bei der Versorgung mit reziproken Gehorthesen kommt der konstruktiven Verbindung der Beinschienen mit dem Beckenteil besondere Bedeutung zu.
Mit dem RGO Hüftgelenksystem kann eine weitgehend physiologische Beckenrotation beim Gehen in der Orthese erreicht werden. Durch die Entwicklung einer biaxialen Gelenkkonstruktion ist eine Beckenrotation von 15° ohne Veränderung der Laufrichtung während des Gehvorgangs möglich.
Resultat: Weniger Kraftaufwand, effektiver Schrittzyklus.
Das reziproke Hüftgelenksystem wurde speziell für Patienten mit einem Körpergewicht bis 65 kg entwickelt. Einsetzbar bei Spina Bifida oder Muskelerkrankungen anderer Genese (z.B. traumatischer Querschnittlähmung) bei einer Läsionshöhe von Th5 bis L3.
Einschränkungen ergeben sich bei Patienten mit ICP, motorischen Wahrnehmungsstörungen, Bewegungsdefiziten der oberen Extremität, unzureichender Muskelkraft im Schultergürtel, Verlust der Rumpfbeweglichkeit in der Frontal- und der Sagittalebene, schweren Skelettdeformitäten (z.B. Skoliose, Luxationen), Beugekontraktur der Hüfte (> 20°), Beugekontraktur im Kniegelenk (>15°) und Torsions-Deformitäten der Beine.
