Gerade die Spina Bifida, die so genannte angeborene Querschnittlähmung, stellt eine Herausforderung für die Orthesenversorgung dar.

einfache Handhabung
Gerade die Spina Bifida, die so genannte angeborene Querschnittslähmung, stellt eine Herausforderung für die Orthesenversorgung dar. Ziel ist es, Ihrem Kind die größtmögliche Mobilität zu bieten. Dafür haben wir das innovative RGO Hüftgelenksystem 17H100 für reziproke Gehorthesen entwickelt. Die Orthese ermöglicht Ihrem Kind, eigenständig zu stehen oder zu gehen. Ihr Kind wir somit mobiler, kann aktiver am Geschehen teilnehmen und sich neue Bewegungsspielräume selbstständig erschließen.
Die Gehorthese hilft Ihrem Kind, die gelähmten Körperregionen zu stabilisieren und aufzurichten. Dadurch wird Folgeschäden, die durch Fehlhaltungen entstehen können, vorgebeugt. Zugleich regt die aufrechte Haltung die Durchblutung an. Nicht zu unterschätzen sind der höhere Grad an Selbstständigkeit und das größere Selbstbewusstsein, die Ihr Kind durch eigenständiges Stehen und Gehen gewinnt.
Die Gehorthese wird individuell für Ihr Kind angefertigt, um eine optimale Passform zu erreichen. Dabei legen wir auch besonderen Wert auf ein modernes Design und hohen Tragekomfort. Denn nur wenn Ihr Kind sich sicher und zufrieden mit der Orthese fühlt, kann die Mobilität optimal gefördert werden. Damit die Orthese über einen langen Zeitraum genutzt werden kann, wächst sie mit. Einzelne Teile lassen sich bequem austauschen und durch größere ersetzen.
Mit dem Fachterminus RGO (Reciprocating Gait Orthosis) sind hüftübergreifende Orthesen gemeint. Die beiden Hüftgelenke sind über einen innovativen Mechanismus effektiv miteinander verbunden: Wenn das eine Hüftgelenk gebeugt wird, streckt sich das andere. So ist ein wechselseitiges Gehen möglich.
Das Besondere an unserem RGO Hüftgelenksystem ist, dass Ihr Kind das Becken beim Gehen drehen kann, ohne die Laufrichtung zu verändern. Denn wenn Sie einmal den natürlichen, gesunden Gang betrachten, fällt folgendes auf: Sobald sich der Fuß zum nächsten Schritt nach vorne schiebt, dreht sich das Becken leicht. Diese physiologische Bewegung ist mit unserer Orthese möglich. Das Resultat: Ihr Kind kann größere Schritte machen, muss weniger Kraft zum Gehen aufwenden und kann somit längere Wege zurücklegen.
Die Hüftgelenke bestehen aus einem Sitz- und einem Gehgelenk, die getrennt voneinander zum Einsatz kommen. Bei angelegter Orthese kann Ihr Kind das Sitzgelenk in jeder Stellung durch Druck auf den Entriegelungsknopf vorauslösen. Um höchste Sicherheit zu erreichen, wird die Gelenksperre aber nur so weit entriegelt, dass Ihr Kind noch immer sicher und stabil steht. Sollte das Gelenk aus Versehen fälschlich vorausgelöst worden sein, genügt ein Druck auf den Sicherungsknopf, um es wieder komplett zu sperren. Ist das Sitzgelenk ausgelöst, wird das Gehgelenk automatisch blockiert.
Das reziproke Hüftgelenksystem eignet sich bis zu einem Körpergewicht von 65 Kilogramm. Es ist einsetzbar bei Spina Bifida oder Muskelerkrankungen anderer Genese (zum Beispiel traumatischer Querschnittslähmung) bei einer Läsionshöhe von Th5 bis L3.
Einschränkungen ergeben sich bei Patienten mit ICP, motorischen Wahrnehmungsstörungen, Bewegungsdefiziten der oberen Extremität, unzureichender Muskelkraft im Schultergürtel, Verlust der Rumpfbeweglichkeit in der Frontal- und der Sagittalebene, schweren Skelettdeformitäten wie beispielsweise Skoliose oder Luxationen, Beugekontraktur der Hüfte (>20°), Beugekontraktur im Kniegelenk (>15°) und Torsions-Deformitäten der Beine.
